Abbott FreeStyle Libre 3 Plus im Selbsttest | 14 Tage Glukose Tracking

In Gesundheit, Self-Tracking10. Oktober 20256 Minutes

Self-Tracking

Seit einiger Zeit beschäftige ich mich intensiver mit den Themen Insulin, Blutzucker und Glukose. Ein Auslöser war unter anderem das Buch Outlive: The Science and Art of Longevity (Affiliate Link) ↗ von Peter Attia, in dem die Stabilität des Blutzuckers als entscheidender Faktor für ein gesundes Altern hervorgehoben wird. Parallel dazu habe ich durch meine Bluttests mit Aware bereits Erfahrungen gesammelt und konnte mir ein Bild von meinen Werten machen. Bluttests liefern allerdings nur Momentaufnahmen. Ich wollte verstehen, wie mein Körper im Alltag reagiert, wenn es um Mahlzeiten, Stress, Sport oder auch um Bier und Kaffee geht.

Ein Video von Insulin Doctor hat meine Neugier noch verstärkt. Darin wird erklärt, wie stark Insulin und viszerales Fett miteinander zusammenhängen und welchen Einfluss Lebensstilfaktoren auf unsere Gesundheit haben.

Um nicht nur theoretisch über Blutzucker zu lesen, sondern konkrete Erfahrungen zu sammeln, habe ich mir den Abbott FreeStyle Libre 3 Plus (Affiliate Link) ↗ bestellt. Das Gerät ist ein sogenannter Continuous Glucose Monitor, kurz CGM, der den Gewebezucker kontinuierlich misst und die Daten direkt an eine App überträgt. Mein Plan ist ein Selbstexperiment über 14 Tage, um zu beobachten, wie sich mein Alltag auf meinen Blutzucker auswirkt.

Passend dazu bin ich am Tag meiner Bestellung auf ein weiteres Video gestoßen, das das Thema Blutzucker Tracking aus einer angenehm alltagstauglichen Perspektive beleuchtet.

In der Langlebigkeitsforschung wird immer wieder betont, dass stabile Blutzuckerwerte ein zentraler Schlüssel für Gesundheit sind. Peaks nach Mahlzeiten können Energie rauben, Insulinresistenz fördern und langfristig auch die Alterungsprozesse beschleunigen. Ein CGM macht sichtbar, welche Lebensmittel oder Routinen den größten Einfluss haben. Spannend ist dabei die Frage, welche Mahlzeiten starke Ausschläge verursachen, welche Kombinationen die Kurve stabil halten und wie Schlaf oder Bewegung eine Rolle spielen.

Abbott FreeStyle Libre 3 Plus im Selbsttest

Den Abbott FreeStyle Libre 3 Plus ↗ bekommt man im Netz für rund 60 Euro. Er kommt schlicht verpackt und besteht im Wesentlichen aus dem Sensor und einem Applikator. Als ich ihn ausgepackt habe, war ich zunächst überrascht, wie groß und beeindruckend die Nadel aussieht. In dem Moment dachte ich kurz, dass das Aufsetzen unangenehm werden könnte. Doch das Gegenteil war der Fall. Nachdem ich den Sensor an meinem Hinterarm platziert hatte, war ich fast enttäuscht, dass ich absolut nichts gespürt habe. Kein Schmerz, kein Ziehen, einfach gar nichts.

Die Verbindung mit der App funktionierte anschließend problemlos. Der Sensor koppelt sich schnell, und nach der kurzen, vorgegebenen Wartezeit konnte ich ihn aktivieren und die ersten Werte sehen. Ab da war es faszinierend zu beobachten, wie sich der Glukoseverlauf im Laufe des Tages entwickelt: beim Essen, beim Sport oder einfach nur während eines Meetings am Schreibtisch.

Abbott FreeStyle Libre 3 App

Fazit und Ausblick

Nach zwei Wochen mit dem Sensor kann ich sagen, dass das Experiment wirklich spannend war. Der Libre 3 Plus ließ sich leicht anbringen und hat durchgehend zuverlässig Daten geliefert. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit vergisst man fast, dass man überhaupt einen Sensor trägt. Selbst beim Sport, Duschen oder Schlafen war er kaum spürbar und hat mich kein einziges Mal gestört.

Während der Zeit habe ich mehrmals täglich in die App geschaut, aber nicht jeden Tag konsequent. Wenn ich aktiv auf die Werte geachtet habe, konnte ich für mich feststellen, dass mein aktueller Lebensstil – also meine Ernährung, Aktivität und mein Alltag insgesamt – kaum Einfluss auf meinen Blutzucker hatte. Ich lag in der Regel konstant im grünen Bereich und nur selten darunter. Interessanterweise kam es zu diesen leichten Abfällen fast ausschließlich nachts im Schlaf. Das möchte ich mir beim nächsten Bluttest mit Aware noch einmal genauer ansehen und die Ergebnisse im Kontext vergleichen. Ich bin gespannt, ob sich dort Zusammenhänge zeigen, die im Alltag zunächst nicht sichtbar waren.

Der Sensor soll laut Hersteller 15 Tage durchhalten, hat sich bei mir aber bereits an Tag 13 nicht mehr verbunden – obwohl er weiterhin perfekt saß und ich ihn kaum beansprucht habe. Da ich nicht täglich in die App geschaut habe, fiel mir der Ausfall erst etwas später auf. Am nächsten Tag war die Verbindung dann plötzlich wieder da, nur um im Laufe des Tages erneut zu verschwinden. Wenn man wirklich dauerhaft und durchgängig tracken möchte, ist so etwas natürlich ärgerlich. Für mich war es dennoch ein spannendes Experiment und vor allem ein neues Set an Daten, mit dem ich künftig arbeiten kann.

Fotocredits: Abbott und Achim Hepp


Aware | Bluttests für mehr Daten, mehr Klarheit, mehr Gesundheit

In Gesundheit, Longevity, Self-Tracking25. August 20254 Minutes

Self-Tracking

Im Sommer 2024 habe ich für mich einen klaren Cut gemacht. Ich wollte vieles in meinem Leben verändern, bewusster leben, gesünder werden und meine Entwicklung messbar machen. Seitdem tracke ich fast alles: Schlaf, Ernährung, Training, Gewicht. Doch schnell war klar: es gibt Daten, die ich zuhause nicht selbst erheben kann. Blutwerte gehören dazu. Sie sind nicht nur eine Momentaufnahme meiner Gesundheit, sondern auch essenziell für mein Thema Longevity. Also habe ich mich entschieden: Aware ↗ soll es sein.

Warum ich mich für Aware entschieden habe

Der klassische Weg zum Hausarzt mit Termin und Blutbild war mir einfach zu umständlich. Termine, Wartezeiten und am Ende meist nur Standardwerte. Für mich passte das nicht. Auf Aware stieß ich über zielgerichtete Werbung auf Instagram, habe das Startup gegoogelt und es wirkte sofort modern und fokussiert.

Aware ist ein Berliner Health-Tech-Startup, das 2021 gegründet wurde und inzwischen stark gewachsen ist. Sie bieten Bluttests als Abo oder Einzellösung an, die deutlich über das hinausgehen, was man beim klassischen Hausarzt bekommt. Statt nur wenige Standardwerte gibt es je nach Paket bis zu 75 Biomarker inklusive Auswertung und Lifestyle-Tipps in einer App. Für mich war genau diese Kombination aus einfacher Buchung, klarer Aufbereitung und Fokus auf langfristige Gesundheit der ausschlaggebende Punkt.

Mein erster Bluttest

Im April 2025 stand mein erster Aware-Test an. Ich hatte dafür das Paket „Long-Term Health“ gebucht, das gleich mehrere relevante Biomarker umfasst. Auch wenn Aware nur ein eigenes Labor in Berlin betreibt, gibt es Partner-Standorte in ganz Deutschland. Für meinen Test ging es nach Düsseldorf, inzwischen wäre sogar Dortmund eine Option.

Die Terminbuchung über die App war in wenigen Minuten erledigt. Vor Ort lief alles professionell, schnell und unkompliziert. Genau so, wie man es sich wünscht, wenn man moderne Gesundheitsservices nutzt.

Der zweite Test in Berlin

Fünf Monate später bot sich die nächste Gelegenheit. Ich war geschäftlich in Berlin und habe den Termin spontan in meinen Aufenthalt eingebaut. Dieses Mal war es der eigene Standort von Aware in Berlin Mitte mit dem angeschlossenen Labor und damit für mich besonders spannend, weil hier alles zusammenläuft.

Nach dem ersten Test hatte ich begonnen, gezielt einen meiner schwächeren Werte mit einem Supplement anzugehen. Der zweite Test war deshalb nicht nur eine Wiederholung, sondern ein echter Vergleich, um zu sehen, ob die Anpassungen Wirkung zeigen.

Fazit und Ausblick

Nur sechs Stunden nach der Blutabnahme hatte ich meine Ergebnisse in der App. Besonders spannend war es zu sehen, wie sich einzelne Werte im Vergleich zum ersten Test verschoben haben. Die App zeigt die prozentuale Veränderung an, aber mir fehlt dabei eine einfache Gesamtübersicht. Was ist besser, was ist schlechter geworden? Eine klare Visualisierung, zum Beispiel mit Indikatoren von Grün zu Orange, würde den Vergleich noch leichter machen. Denn nicht jeder Wert ist eindeutig: Manche können in beide Richtungen negativ sein und erfordern eine Interpretation.

Sehr gefreut haben mich meine Cholesterinwerte. Zwei davon konnte ich in den grünen Bereich bringen. Genau hier hatte ich nach dem ersten Test angesetzt und mit Red Yeast Rice (Amazon Affiliate Link ↗) supplementiert. Es scheint gewirkt zu haben. Trotz kleiner Kritik an der Darstellung ist für mich klar: Der eigentliche Mehrwert von Aware liegt darin, Entwicklungen sichtbar zu machen. Nicht nur ein einmaliger Check, sondern ein Vergleich über die Zeit. Für alle, die datengetrieben arbeiten und Longevity ernst nehmen, ist das ein entscheidender Schritt.

Fotocredits: Aware und Achim Hepp

Hinweis in eigener Sache

Mit meinem Code 5D46CC2D0E1 erhältst du 20 Euro Rabatt auf deinen ersten Test bei Aware. Gleichzeitig bekomme auch ich einen Gutschein für mein nächstes Paket. Eine Happy-Happy Situation für uns beide.


Lumen | Den eigenen Stoffwechsel in Echtzeit messen?

In Gesundheit, Self-Tracking25. Januar 20255 Minutes

Self-Tracking

Immer mehr Geräte wollen uns helfen, Gesundheit und Fitness datenbasiert besser zu verstehen. Eines dieser Geräte ist Lumen (Affiliate Link) ↗, ein kleines, tragbares Atemanalyse-Device, das verspricht, den eigenen Stoffwechsel in Echtzeit sichtbar zu machen.

Wer steckt hinter Lumen?

Gegründet wurde Lumen von den Zwillingsschwestern Dr. Merav und Dr. Michal Mor, beide mit einem wissenschaftlichen Hintergrund in Physiologie und Biologie. Die Idee: eine Methode, die bisher nur in klinischen Laboren möglich war – die Analyse des Verhältnisses von CO₂ und O₂ in der Atemluft zur Bestimmung des aktuellen Energieverbrauchs – in ein handliches Gerät für den Alltag zu bringen.

Wie funktioniert die Methode?

Das Prinzip basiert auf dem Respiratorischen Quotienten (RQ):

  • Bei Kohlenhydratverbrennung ist das Verhältnis von CO₂ zu O₂ höher.
  • Bei Fettverbrennung ist es niedriger.

Mit jedem Atemzug durch das Gerät wird dieses Verhältnis analysiert. In Kombination mit App-Daten (z. B. Schlaf, Aktivität, Ernährung) entsteht so eine Einschätzung, ob man sich aktuell eher in der Kohlenhydrat- oder Fettverbrennung befindet. Die App erstellt daraufhin tägliche Empfehlungen zur Ernährung.

Mein Start mit Lumen

Ich habe mir Lumen im August 2024 geholt, mit dem Ziel, meinen Gewichtsverlust zu unterstützen. Dabei nutze ich es in erster Linie sehr simpel: um zu sehen, ob ich gerade Fett verbrenne oder nicht. Die App selbst ist aber deutlich mächtiger. Sie berechnet täglich, was man essen sollte, abhängig vom aktuellen Status und dem gesetzten Ziel.

Besonders praktisch: Lumen synchronisiert sich über Apple HealthKit. Da ich meine Nahrung ohnehin in FDDB eintrage, landen diese Daten automatisch auch bei Lumen und fließen in die Empfehlungen mit ein.

Erfahrungen mit dem Abo-Modell

Wie bei vielen modernen Gadgets steckt hinter Lumen ein Abo-Modell. Im Kaufpreis war ein sechsmonatiges Startabo enthalten. Meine ursprüngliche Idee war zu testen, ob sich dieses Abo für mich überhaupt lohnt. Als es auslief, habe ich es zunächst nicht verlängert.

Ohne Abo bekommt man weiterhin Messungen, aber in einer vereinfachten Form mit weniger Details. Viele Zusatzfunktionen verschwinden, was die Nutzung im Alltag stark reduziert. Nach einigen Monaten habe ich mich dann doch entschieden, ein Jahresabo abzuschließen. Vor allem wegen eines guten Angebots, aber auch, weil ich inzwischen überzeugt war, dass es sich lohnt, in meine Gesundheit zu investieren. Schade ist es, dass es wie üblich so abläuft, dass man kündigen muss, um anscheinend vernünftige Angebote zu bekommen, die den Preis des Dienstes wert sind. Leider ist Lumen, wie viele andere Abo-Modelle von Gesundheitsgeräten auch, in meinen Augen unverhältnismäßig teuer, da man es selten einzeln, sondern immer in Kombination mit anderen nutzt.

Mein Mindset und meine Routine

Ein wichtiger Grund für das Jahresabo ist mein aktuelles Mindset: das Beste, wofür ich Geld ausgeben kann, ist mein Körper, meine Gesundheit und meine Zukunft. Mit diesem Ansatz nutze ich Lumen so, dass ich das Abo für mich rechtfertigen kann. Ich will mich nicht zu 100 % selbst optimieren, dafür wäre Lumen ideal, denn es passt den Ernährungsplan täglich dynamisch an die Ergebnisse an. Stattdessen nutze ich es pragmatisch in meiner Routine:

  • Standardmäßig direkt morgens nach dem Aufstehen.
  • In bestimmten Phasen auch über den Tag verteilt, teilweise in Kombination mit verschiedenen sportlichen Aktivitäten, um mehr über meinen Stoffwechsel zu lernen.

Praktisch für unterwegs

Neben den Funktionen ist Lumen auch technisch gut durchdacht: Das Gerät ist klein und handlich, ideal für Reisen. Der Akku hält laut Hersteller und Reviews bis zu 10 bis 14 Tage, bei mir in der Praxis problemlos über mehrere Tage hinweg. Geladen wird es nicht über ein klassisches Kabel, sondern über eine USB-C Dockingstation, was das Handling unterwegs sehr bequem macht. Meist nehme ich es ohne Ladegerät auf Reisen mit.

Mein Zwischenfazit

Lumen ist für spannend, weil es Daten sichtbar macht, die man sonst nur im Labor bekommen würde. Gleichzeitig bleibt die Frage offen, wie zuverlässig die Empfehlungen langfristig sind und wie stark sie meinen Fortschritt tatsächlich beeinflussen. Aktuell sehe ich es so: Lumen ist ein interessantes Gadget mit echtem Potenzial, das mir hilft, meinen Alltag bewusster zu gestalten. Ob es für mich am Ende ein echter Gamechanger wird oder ein nice-to-have, wird die Zeit zeigen.

Fotocredits: Lumen und Achim Hepp

Hinweis in eigener Sache

Mit meinem Code NREF_B7OAm erhältst du 40 Dollar Rabatt bei Lumen. Gleichzeitig bekomme ich dafür zwei Monate auf mein aktuelles Abo gutgeschrieben. Eine Happy-Happy Situation für uns beide.


Withings Body Scan | 40+ Biomarker und Segmentanalyse

In Tracker, Self-Tracking14. Oktober 20245 Minutes

Self-Tracking

Seit 2009 begleitet mich eine smarte Waage von Withings ↗. Damals war sie die erste ihrer Art, konnte sogar meinen Fortschritt per Twitter teilen und ich war sofort begeistert. Sie war eines meiner ersten smarten Gadgets, funktioniert heute noch und ist mittlerweile bei einem Freund im Einsatz. Direkt nach dem Verkaufsstart im Sommer 2023 habe ich mir die Withings Body Scan gekauft, damals aber nur halbherzig in mein Data Tracking eingebunden. Im Juli letzten Jahres hat sich das komplett geändert. Seitdem vergeht kein Tag, ohne dass ich auf diese Waage steige.

Was ist die Withings Body Scan?

Die Withings Body Scan ist weit mehr als eine klassische smarte Waage. Neben Gewicht und Körperfett liefert sie eine Vielzahl zusätzlicher Daten, die man bisher so nur aus spezialisierten Geräten kennt. Dazu gehören detaillierte Analysen zur Verteilung von Muskel- und Fettmasse in Armen, Beinen und Rumpf, eine Einschätzung der Gefäßgesundheit über Pulswellenmessung sowie ein Wert zur Nervenaktivität. Möglich wird das durch einen ausziehbaren Griff, den man beim Wiegen in die Hand nimmt und der die erweiterten Messungen aktiviert.

Withings positioniert die Body Scan damit nicht mehr nur als Waage, sondern als komplettes Gesundheitsgerät. Gerade für alle, die wie ich datengetrieben arbeiten und sich intensiv mit Self Tracking und Longevity beschäftigen, ist das spannend, weil es die nächste Stufe im täglichen Monitoring eröffnet.

Erste Erfahrungen

Der erste Eindruck nach dem Auspacken war typisch Withings. Die Body Scan wirkt hochwertig, minimalistisch und passt perfekt ins Badezimmer. Schon beim ersten Einschalten fällt das große, gut ablesbare Display auf, das deutlich moderner wirkt als bei den Vorgängern. Auch technisch hat sich einiges getan: Statt einfacher AA-Batterien wie bei meiner alten Waage kommt hier ein integrierter Akku zum Einsatz, der per USB-C geladen wird und bei normaler Nutzung bis zu 365 Tage halten soll.

Die Einrichtung über die Withings App war in wenigen Minuten erledigt und lief reibungslos. Beim ersten Wiegen merkt man sofort, dass diese Waage mehr kann. Sobald man den Griff in die Hand nimmt, startet die erweiterte Messung. Nach kurzer Zeit stehen die Ergebnisse in der App bereit und man bekommt direkt ein Gefühl dafür, wie viele zusätzliche Daten die Body Scan liefert.

Die Daten im Detail

Die Withings Body Scan liefert nicht nur ein paar zusätzliche Werte, sondern mehr als 40 klinisch validierte Biomarker. Damit geht sie weit über das hinaus, was man von einer klassischen Waage kennt.

Besonders wichtig war für mich die detaillierte Aufschlüsselung von Muskel- und Fettmasse. Statt einer einzelnen Zahl bekomme ich eine Segmentanalyse für fünf Körperbereiche: Arme, Beine und Rumpf. So lässt sich sehr genau nachvollziehen, wie sich Training und Ernährung auf den Körper auswirken. Für mein Self Tracking ist das ein echter Gewinn, weil ich Fortschritte gezielt steuern kann.

Gleichzeitig hat mich die Möglichkeit überzeugt, praktisch täglich ein EKG zu machen. Das integrierte 6-Kanal-EKG kann in Verbindung mit dem Withings ECG Monitor Vorhofflimmern erkennen und gibt eine Einschätzung zum Gefäßalter. Herz- und Gefäßgesundheit sind zentrale Faktoren für Longevity, und ich finde es beeindruckend, diese Daten so unkompliziert im Alltag erfassen zu können.

Fazit

Die Withings Body Scan ist für mich keine Waage mehr, sondern ein Gesundheits Tool. Sie fügt sich nahtlos in mein bestehendes Setup mit Oura, Apple Health und anderen Tracking Devices ein und liefert Daten, die in dieser Tiefe bislang nicht zugänglich waren. Besonders die tägliche Segmentanalyse von Muskel- und Fettmasse und die Möglichkeit, regelmäßig ein EKG zu machen, sind für mich echte Mehrwerte.

Natürlich ersetzt die Body Scan keinen Arztbesuch, aber sie macht Entwicklungen sichtbar, bevor man sie selbst spürt. Genau das ist für mich der Kern von Longevity: rechtzeitig verstehen, wo man steht, und dann bewusst handeln. Für alle, die datengetrieben arbeiten und sich ernsthaft mit Self Tracking beschäftigen, ist die Body Scan ein spannender Baustein. Sie macht es leicht, Gesundheit im Alltag messbar zu machen und mit den richtigen Routinen und Maßnahmen daran zu arbeiten.

Update August 2025

Leider hat sich meine Begeisterung für die Withings Body Scan im Mai dieses Jahres stark getrübt. Der Akku fing plötzlich an, rapide an Leistung zu verlieren, bis hin zu dem Punkt, dass eine volle Ladung selbst ohne Nutzung innerhalb von zwei bis drei Tagen komplett entladen war. Der Kontakt mit dem Kundendienst brachte am Ende die ernüchternde Antwort: der Akku sei defekt, eine Reparatur sei nicht möglich, und ich solle mir eine neue Waage kaufen.

Das war ein harter Bruch, gerade nach meinen sehr guten Erfahrungen mit meiner ersten Withings Waage. Keine Kulanz, keine echte Lösung, nur nach langem Hin und Her ein Gutschein für einen Teil des Kaufbetrags. Und ja, trotz allem habe ich mir am Ende wieder eine Body Scan gekauft, weil sie als Produkt für sich genommen großartig ist, wenn sie funktioniert. Dass ein hochpreisiges Gerät wie die Body Scan allerdings nicht reparierbar ist und der Hersteller das Thema so konsequent auf den Kunden abwälzt, ist für mich 2025 untragbar. Für mich ist das Vertrauen in Withings dadurch stark beschädigt worden, auch wenn ich die Waage nach wie vor für ihr Funktionsspektrum schätze.


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