Ein Jahr ist vergangen. Und ich kann sagen: Ich bin heute in der besten körperlichen und mentalen Verfassung meines Lebens. Auch wenn ich beruflich zwischenzeitlich durch schwierige Phasen gegangen bin, habe ich mich davon nicht abbringen lassen. Ich habe weiter an mir gearbeitet. Konsequent, strukturiert, datenbasiert.
Direkt nach meiner Rückkehr aus Dubai – dem bewussten Neustart – habe ich mein Spreadsheet geöffnet und angefangen, täglich verschiedenste Daten zu tracken. Körperwerte, Schlaf, Bewegung, Ernährung, Flüssigkeit, Sporteinheiten, Kalorien. Jeden Tag. Und ich habe die Daten nicht einfach nur gesammelt, sondern auch hinterfragt. Nach einem Quartal habe ich die Struktur angepasst, neue Metriken ergänzt, irrelevante gestrichen und die Formeln überarbeitet. Ich wollte wissen, ob es Muster gibt. Ob ich meinen Körper verstehen kann. Und ja, ich habe drei Formeln gefunden, die für mich funktionieren. Ich konnte sie replizieren. Wenn ich diese Parameter einhalte, nehme ich ab. Punkt. Und zwar nachvollziehbar, planbar, wiederholbar.
Datenbasierte Erfolge sind meine Motivation
Mein größter Erfolg seit Dubai ist, dass ich knapp 25 Kilogramm abgenommen habe. Vernünftig, konstant und dauerhaft. Natürlich gibt es Schwankungen. Aber was mir wichtig ist: Ich wiege jetzt weniger als in 2009, das ich mit meiner ersten Withings Waage getrackt habe. Ich habe nicht jeden Tag gewogen, manchmal sogar monatelang nicht, aber ich habe Durchschnittswerte. Und mein aktuelles Gewicht liegt unter allem, was ich in 15 Jahren jemals hatte. Und damals bin ich sogar den New York Marathon gelaufen. Rückblickend war das eine reine Kopfsache. Ich war weder fit noch gesund, habe nicht auf Ernährung oder Schlaf geachtet. Heute bin ich an einem ganz anderen Punkt.
Ich laufe wieder regelmäßig. Ende letzten Jahres habe ich mit einem 5 Kilometer Lauf wieder angefangen und bin fast gescheitert. Ich laufe pulsbasiert, also musste ich unterwegs sogar mehrfach gehen, um meinen Puls wieder zu senken. Im November werde ich genau denselben Lauf noch einmal absolvieren. Eins zu eins. Und ich weiß jetzt schon, dass ich ihn in einer ganz anderen Verfassung laufen werde. Heute bin ich bei gemeinsamen Läufen der fitteste in der Runde. Und das fühlt sich wirklich verrückt an. Sport ist inzwischen komplett integriert. Ich habe Cardio- und Kraftgeräte zu Hause und im Büro. Ich habe mir bewusst eine Umgebung gebaut, in der es keine Ausrede mehr gibt, keinen Sport zu machen.
Auch auf Reisen baue ich Bewegung ein, checke Laufstrecken oder suche mir ein Studio um die Ecke. Thema Convenience. Immer. Mein Ziel war es, ein gesundes Leben zu führen, ohne auf alles verzichten zu müssen. Und das klappt. Ich habe einen Monat lang in New York gelebt ↗. Ich war in Bars, habe Craft Beer getrunken, ungesund gegessen, wenn ich Lust darauf hatte, aber eben nicht durchgehend. Ich höre nicht auf zu leben. Ich achte nur genauer darauf, was mir guttut. Ich weiß genau, was ich esse, wie es sich in Makros aufteilt und welche Auswirkungen es auf meinen Körper hat.
Ein weiterer Baustein: neue Geräte, neue Daten. Und vor allem neue Erkenntnisse. Über Bluttests habe ich gezielt identifizieren können, welche Nährstoffe mir fehlen und was ich supplementieren muss. Ich sehe die Veränderungen, auch optisch. Meine Haut ist besser, ich sehe gesünder aus. Das alles hat sich über Monate aufgebaut. Nichts davon war ein Wunder oder ein Trick. Es war einfach eine bewusste Entscheidung. Und ein Jahr tägliche Wiederholung.
Jetzt beginnt Jahr zwei. Ich freue mich drauf.

