Manifest
Ich habe keine Lust mehr auf leere Versprechen, auf Ziele, die zu groß sind, um sie zu erreichen, und auf diese ewige Selbstoptimierung, die am Ende nur Druck macht. Ich glaube an Fortschritt, nicht an Perfektion. An kleine Schritte, die sich summieren. An 80 Prozent Fokus, 20 Tage Commitment und 100 Prozent Leben.
Das ist 80zwanzig.
Ich habe diese Seite gestartet, weil ich zeigen will, dass Veränderung nicht laut sein muss. Dass man nicht jeden Tag perfekt funktionieren muss, um weiterzukommen. Dass es okay ist, sich auszuruhen, zu genießen, und trotzdem ein Ziel zu verfolgen. Ich will dokumentieren, was passiert, wenn man sich nicht überfordert, sondern konstant bleibt. Was passiert, wenn man nicht von heute auf morgen alles ändern will, sondern jeden Tag ein bisschen.
Ich habe mir bewusst eine Regel gesetzt: 20 Tage im Monat aktiv. Nicht 30, nicht 31. Denn 10 Tage sind Puffer. Für Tage, an denen das Leben dazwischenkommt. Für echte Erholung. Für Flexibilität. Diese 20 Tage reichen, um sichtbar etwas zu verändern. Nicht sofort. Aber spürbar.
Ich tracke. Ich reflektiere. Ich schreibe auf. Nicht für Klicks. Für mich. Und für alle, die sich wiederfinden in diesem Gefühl, dass man mehr will, aber nicht mehr vom Immer-Mehr.
80zwanzig ist kein Programm.
Es ist ein Versprechen an mich selbst.
Ein Versprechen, es einfach zu #machen. Nicht perfekt. Sondern dauerhaft. Nicht alles auf einmal. Sondern eines nach dem anderen. Und wenn du dich in dieser Idee wiedererkennst – willkommen. Du musst nicht alles ändern. Fang einfach an.
Reset
Im ersten Halbjahr 2024 ist viel passiert. Nicht unbedingt laut oder spektakulär. Aber es waren genug Momente dabei, die sich bei mir festgesetzt haben. Dinge, die mich ins Grübeln gebracht haben. Beruflich, privat und auch gesundheitlich. Gedanken, die sich nicht mehr weggeschoben haben. Und irgendwann war klar: Es muss sich etwas ändern.
Was genau sich ändern soll, wusste ich nicht sofort. Ich hatte keinen Plan. Kein Ziel, das ich einfach aufschreiben und abarbeiten konnte. Nur dieses Gefühl, dass ich aus dem Takt geraten war. Und dass ich ihn wiederfinden musste.
Eine Woche für mich selbst
Relativ schnell habe ich gemerkt: Ich brauche Zeit. Abstand. Einen Ort, an dem ich einfach mal raus bin. Kein Projektstress. Kein Kalender. Kein ständiges Reagieren. Aber auch keine Ablenkung, bei der ich denke: Das macht doch eigentlich Spaß, das kann ich doch noch eben machen. Ich wollte nicht arbeiten, nicht optimieren, nicht organisieren. Ich wollte einfach nur mit mir selbst sein. Mich mit mir beschäftigen. Nachdenken. Herausfinden, wo ich stehe. Und wo ich hinwill.
Ich habe lange gesucht. Am Ende wurde es Dubai. Klingt erstmal nach dem Gegenteil von Ruhe, aber für mich war es genau richtig. Ich war schon mal da, ich musste nichts besichtigen, ich hatte keine FOMO. Gleichzeitig gibt es dort kaum Ablenkungen, die mich wirklich reizen. Ich habe mich für ein perfektes Hotel entschieden, weit draußen auf der Palme. Dort war ich raus aus allem. Wenn ich irgendwo hinwollte, musste ich mir bewusst ein Uber nehmen. Eigentlich ideal, denn so blieb ich fast die ganze Zeit im Hotel und habe mich mit mir selbst beschäftigt.
Also bin ich losgeflogen. Und habe zum ersten Mal seit fast 20 Jahren wirklich einen Out-of-Office aktiviert. Nicht so halbherzig wie sonst, wo ich trotzdem jeden Tag in die Mails geschaut habe. Dieses Mal habe ich alles konsequent abgeschaltet. Keine Push-Nachrichten. Kein Mailprogramm. Teilweise habe ich die Apps sogar komplett vom iPhone gelöscht. Ich war nicht komplett offline, aber ich war raus aus allem, was mich sonst in diesen Reaktionsmodus bringt. Und genau das war der Punkt.
Ich habe angefangen, nachzudenken. Habe gelesen, geschaut, zugehört. Vor allem auf YouTube. Gesundheit. Langlebigkeit. Ernährung. Routinen. KI. Alles Themen, die mich schon lange beschäftigen – aber für die ich mir sonst nie wirklich bewusst Zeit genommen habe.
In Dubai war das anders. Ich hatte keinen Termin, kein Ziel, keine To-do. Nur Zeit. Und ich habe sie genutzt. Jeden Tag. Ich saß am Pool oder im Zimmer, Kopfhörer auf, Video nach Video. Und plötzlich hat es Klick gemacht. Nicht auf einen Schlag, sondern Stück für Stück.
Ich habe verstanden, dass genau das mein Thema ist. Mein Projekt. Mich selbst besser verstehen. Mich besser versorgen. Mich besser strukturieren. Körperlich, mental, digital. Ich wollte nicht mehr nur funktionieren. Ich wollte lernen, wie ich besser leben kann.
Was mich motiviert: Daten, Muster, Systeme
Ich habe auch direkt am ersten Tag angefangen, Sport zu machen. Im Fitnessstudio vom Hotel. Es lag eine Etage unter mir, und das war auch entscheidend. Ich kenne mich gut genug, um zu wissen: Wenn es einfach ist, mache ich es auch. Convenience ist für mich ein riesiger Faktor. Ich musste nicht raus, musste nicht planen, ich konnte einfach loslegen.
Die ersten Einheiten waren hart. Ich war unfit, schnell aus der Puste, habe mich eher durchgequält. Aber ich habe für mich beschlossen, es durchzuziehen. Jeden Tag. Und sei es nur für zehn oder fünfzehn Minuten. Am Ende meiner Woche war ich schon bei 30 bis 45 Minuten täglich. Und vor allem war ich drin. Nicht in Form, aber im Rhythmus.
In dieser Woche habe ich auch für mich entschieden: Ich will das alles datenbasiert angehen. Ich habe schon vor fast 20 Jahren angefangen, mit solchen Sachen zu experimentieren. 2006 hatte ich das Nike+ Kit für den iPod. Damit bin ich damals motivierter gelaufen, weil ich meine Fortschritte sehen konnte. Seitdem habe ich unzählige Tools und Gadgets ausprobiert. Manche intensiver, manche nur phasenweise. Und ich weiß heute: Ich mag das. Ich mag es, Dinge zu tracken. Aber es bringt nur dann etwas, wenn ich es auch richtig und konsequent mache.
Also habe ich mir selbst ein Versprechen gegeben: Ich ziehe das jetzt durch. Drei Monate. Jeden Tag. Tracken, analysieren, lernen. Ernährung, Bewegung, Schlaf, Körperwerte. Nicht perfekt, aber kontinuierlich. Weil ich weiß, dass Veränderungen Zeit brauchen. Und weil ich glaube, dass drei Monate genau das Zeitfenster sind, in dem echte Ergebnisse sichtbar werden. Wenn ich die sehe, halte ich auch länger durch.
Und ich wollte noch mehr: Ich wollte herausfinden, ob es für mich Formeln gibt. Wenn ich so und so viele Schritte mache, so und so viele Kalorien verbrauche und so esse, dass meine Makronährstoffe in einem bestimmten Verhältnis liegen – passiert dann genau das, was ich mir vornehme? Lässt sich das replizieren? Kann ich daraus mein eigenes System bauen, das funktioniert, weil es auf meinen Daten basiert? Das war mein Ziel.
Der Beginn von 80zwanzig
In dieser Woche habe ich auch festgelegt, wie ich leben möchte. Wie ich mich fühlen will. Wie ich aussehen will. Was für mich Gesundheit bedeutet. Und was ich dafür brauche. Ich habe angefangen zu definieren, welche Nährwerte wirklich wichtig sind. Worauf ich verzichten will. Und worauf ich bewusst nicht verzichten möchte, weil es mir einfach guttut.
Ich habe mir keine Regeln aufgeschrieben. Aber ich habe Klarheit gewonnen. Und ich habe entschieden, mir selbst wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Nicht als kurzfristiges Projekt. Sondern als langfristigen Weg.
Diese Woche in Dubai war mein Reset. Ein echter Neustart. Vom ersten Tag an war klar: Ich bin hier, um mich mit mir selbst zu beschäftigen. Und genau das habe ich getan. Ich bin mit einem klaren Ziel hingeflogen und mit neuer Energie zurückgekommen. Und genau deshalb gibt es jetzt 80zwanzig.



